So mancher Wohnungs- und Hausbesitzer, welcher das erste mal in der Küche das Licht einschaltet und die neuen Lampen erblickt ist nicht begeistert. Die topmodernen LED-Strahler wirken mal so gar nicht gemütlich. Im Gegenteil sie blenden und es wirkt viel zu steril. Am liebsten möchte man die Lampen tauschen um nicht eine so kalte Lichtfarbe zu haben. Woran liegt es das moderne Beleuchtung meist sehr kühl wirkt?

Die verschiedenen Farben von Licht

Allein die Farbwärme löst die Frage nicht. Denn beim Licht einer Glühbrine, welches wir in der Regel als ansprechend empfinden, liegt die Farbwärme bei „nur“ 2700 K (Das K steht für Kelvin und beschreibt die Maßeinheit mit welcher Farbwärme gemessen wird). Tageslicht-LED’s und Leuchtstofflampen, welche oft in Garagen zum Einsatz kommen liegt der Kelvin-Wert bei 5300K. Viel wichtiger ist es, dass für eine gemütliche Lichtfarbe, dass Licht in den Rot Bereich verschoben werden muss. Das warmweiße Licht der Glühlampe hat deutliche Gelbanteile, während LED-Lampen schnell Blau getönt wirken. Rötlich-gelbes Licht ist allerdings die Grundlage für unsere Stimmung und unser Empfinden. Die besten Beispiele, die dies ganz gut belegen sind ein Kaminfeuer oder das Licht eines Sonnenuntergangs. Sie lösen in uns positive Emotionen aus. Gelbes Licht wirkt wie warmes Licht, weil es getreu unseren Erfahrungen dem wärmenden Feuer näher steht. Währenddessen es heute längst Lumineszenzdioden gibt, die warmweißes Licht verhältnismäßig okay abspielen, erleiden Leuchtstofflampen, also Energiesparlampen, hier ständig noch deutliche Nachteile.

Licht als wichtiger Einflussfaktor in Räumen

Neben kalten und warmen Lichtquellen, gibt es weitere Faktoren, weshalb gerade im Raumdesign Licht so eine Bedeutsame Wirkung hat. Die Verwendung verschiedener Lichtquellen ist somit elementar für die Innenarhcitektur. LED- und Leuchtstofflampen haben kein der Glühlampe identisches Abstrahlverhalten. Bei Verwendung z.B. einer LED kommt die Beleuchtung nicht überall im Raum hin wo es eine Glühbrine hin geschafft hätte. Das Phänomen gilt es bei der Planung der Lichtquellen in einem Raum zu berücksichtigen um auch wenn der Raum nur durch künstliches Licht beleuchtet wird, dass richtige Ambiente zu erzeugen. Lichtquellen sollten immer bewusst als Stilmittel auf die Einrichtung des Raums abgestimmt werden.

Das richtige Licht für die richtige Stimmung

Am Ende kommt es aber auch immer darauf an, welche Lichtquellen der Nutzer der Räumlichkeiten bereits gewöhnlich nutzt. Persönliche Präferenzen sind hier nicht zu vernachlässigen und sollten Gehör bekommen. Denn bloß, weil eine Lichtquelle sehr ähnlich dem Licht von der Sonne oder eines Kamins ist heißt dies nicht, dass der Bewohner diese Lichtquelle präferiert. Bewohner des nördlichen Europas reagieren z.B. auf außerordentlich helles Licht, wie es die Sonne zur Mittagszeit abgibt, emotional unterschiedlich als die Bewohner des südlichen Europa. Für die Südländer nennt sich es daraufhin Siesta. Nordeuropäer arbeiten ungeachtet nervös und aufgedreht. Zur abendlichen Stunde kann das natürlich für leichtes Unbehagen vergewissern. Das vermeintliche Sonnenlicht wirkt anschließend als insbesondere kaltes Licht. In Mitteleuropa ist man wie zu jedem beliebigen Zeitpunkt vernünftig: Schüler werden hier unterdessen mit Tageslichtlampen bestrahlt, um ihre Konzentration zu fördern. Kaltes Licht für höchstmögliche Leistung: Hoffentlich ein erhellendes Experiment…